Crimmitschauer Kirchen

und Kirchen der Umgebung

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    Genießt in entspannter Atmosphäre eine wertvolle Zeit zu Zweit. 

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    Hauskreistag

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    Beige Vintage Ascension Day Of Jesus Christ

Unsere nächsten Gottesdienste

24. Juni 26
18.00 Uhr █  Friedhof Rudelswalde Andacht zum Johannistag Pfn. P. Suàrez
18.00 Uhr █  Friedhof Frankenhausen Andacht zum Johannistag Pfrn. U. Lange
19.30 Uhr █  Friedhof Crimmitschau Andacht zum Johannistag Pfr. F. Suàrez

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19.30 Uhr █  Kirche Langenreinsdorf Andacht zum Johannistag Pfn. P. Suàrez
20.00 Uhr █  Friedhof Grünberg Andacht zum Johannistag Pfrn. U. Lange
28. Juni 26
10.15 Uhr █  St. Laurentiuskirche Abendmahls-Gottesdienst Pfn. P. Suàrez
10.15 Uhr █  Kirche Heyersdorf Gemeinsamer Sommergottesdienst Pfrn. U. Lange
5. Juli 26
8.45 Uhr █  St. Katharinenkirche Gottesdienst Pfn U. Lange
10.15 Uhr █  St. Johanniskirche Gottesdienst Ralf Gotter
10.15 Uhr █  Lutherkirche Bläsergottesdienst Pfrn. U. Lange

Aktuelle Andachten


Liebe Gemeinde,


in diesem Jahr blicken wir auf den 350. Todestag des bedeutenden Kirchenlieddichters Paul Gerhardt zurück, der am 27. Mai 1676 in Lübben starb. Er schrieb über 130 Liedtexte. In unserem Evangelischen Gesangbuch sind 26 seiner Lieder enthalten. Die Melodien stammen meist von Johann Crüger, Johann Georg Ebeling oder Hans Leo Haßler.
In einem seiner Lieder nimmt Paul Gerhardt – ausgehend von Psalm 146 – die Aufforderung auf, Gott singend zu loben (Psalm 146,1–2: „Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele! Ich will den Herrn loben, solange ich lebe”):
„Du meine Seele, singe,
wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge
zu Dienst und Willen stehn.”

Die Schönheit dieser Selbstermunterung, Gottes Wirken im eigenen Leben nicht zu vergessen, macht die wunderbare Leichtigkeit beim Singen aus. Man kann nicht anders, als einzustimmen und sich davon mittragen zu lassen. Mit großer Glaubensgewissheit hat er so viele Generationen von Menschen durch seine Texte gestärkt und erbaut.
Dabei wusste Paul Gerhardt durchaus um die schwierigen Seiten des Lebens. Er wurde 1607 in Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg) geboren. Kurz danach begann der Dreißigjährige Krieg und prägte mit seinen verheerenden Verwüstungen und Grausamkeiten bis 1648 seine Lebenszeit. Der frühe Tod der Eltern, seines Bruders durch die Pest, später der Tod mehrerer Kinder und seiner Frau – all das war verbunden mit tiefem Leid.
Paul Gerhardts Weg führte ihn über das Theologiestudium in Wittenberg nach Berlin. Hier begann er als Pfarrer theologische Texte zu schreiben. Der an der Nicolai-Kirche tätige Johann Crüger erkannte die große Begabung. Beide ergänzten sich und konnten so gemeinsam ein umfangreiches Liederwerk hervorbringen. Aufgrund des Festhaltens an seinem lutherischen Bekenntnis gegenüber einem Edikt des Kurfürsten verlor er seine Pfarrstelle in Berlin. Er zog sich nach Mittenwalde zurück und wurde später wieder Pfarrer in Lübben im Spreewald, wo er 1676 starb.

Gerade die Zeit in Mittenwalde birgt ein stilles, aber eindrückliches Detail: In der Kirche St. Moritz befand sich ein Bild des Schweißtuchs der Veronika – darauf der leidende Kopf Jesu mit der Dornenkrone. Dieses Bild hatte Paul Gerhardt vermutlich vor Augen, als er den Choral dichtete: „O Haupt voll Blut und Wunden …” (vgl. Jesaja 53,3–5: „Er war der Allerverachtetste … ein Mann der Schmerzen”)

Paul Gerhardt lebte seinen Glauben in Höhen und Tiefen. Seine Texte entspringen nicht theoretischem Nachdenken, sondern dem Leben selbst. Sie sind deshalb so nah am Erleben der Menschen und verbunden mit den Erfahrungen der Gemeinden, in denen er tätig war.
Noch heute spüren wir beim Singen seiner Lieder dieses tiefe Vertrauen auf Gott, seine Gnade und Führung. Das Werk Paul Gerhardts trägt Menschen seit über 350 Jahren. Trotz der schlimmen Zeit, in der seine Lieder entstanden, und trotz persönlicher Leiderfahrungen sind sie voller Hoffnung und geben Kraft. Gerade heute, in einer Zeit großer Unsicherheit, wohin die Welt sich wendet, brauchen wir diesen Zuspruch (vgl. Philipper 4,7: „Der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus”).

Vielleicht ist das auch das eigentliche Geheimnis seiner Lieder:
Paul Gerhardt konnte voller Freude loben, weil sein Glaube am Leid gewachsen ist.
„Du meine Seele, singe” – das ist nicht nur wunderbares Jubilieren, sondern eine klare Entscheidung, Gott in allem dankbar die Ehre zu geben:
„Ich singe, weil ich glaube – und ich glaube, weil ich singe.”
Vielleicht dürfen wir gerade in diesem Jahr seines 350. Todestages neu von Paul Gerhardt lernen: Immer wieder die eigene Seele aufzufordern, nicht stumm zu werden, sondern im Singen geistlicher Lieder Halt zu finden – so wie auch die Generationen vor uns.
Denn es gilt noch immer:
„Der Herr ist meine Stärke und mein Schild … mein Herz frohlockt, und ich will ihm danken mit meinem Lied.” (Psalm 28,7)
Ihnen allen Gottes Segen und immer wieder ein gutes Lied auf den Lippen zum Lobpreis des HERRN.​​​​​​​​​​​​​​​​

Ihr Pfarrer Ferry Suárez

Bild rechts neben Inhaltsverzeichnis

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Bildeunterschrift: Altar der St.Moritz-Kirche Mittenwalde

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Andachtenarchiv

Herrnhuter Losungen

Tageslosung vom
Montag, 22. Juni 2026
So spricht der HERR: Ich gedenke der Treue deiner Jugend und der Liebe deiner Brautzeit, wie du mir folgtest in der Wüste, im Lande, da man nicht sät.
Wir gehören ganz zu Christus – vorausgesetzt, wir halten bis zuletzt an der Zuversicht fest, die wir am Anfang hatten.

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